Allgemeine Geschäftsbedingungen für Dienstleistungen durch die 
SCORPIO-SOLUTIONS UG haftungsbeschränkt (gültig ab 01.01.2018)
 

1. Allgemeine Dienstausführung 

(1.1) Das Wach- und Sicherheitsgewerbe ist gemäß §34a Gewerbeordnung ein erlaubnispflichtiges Gewerbe und übt seine Sicherheitsdienstleistung 

als Revierwach-, Separatwach- oder Sonderdienst aus.

a.) Der Revierwachdienst erfolgt in Dienstkleidung durch Einzelstreifen oder Funkstreifenfahrer. Es werden dabei soweit nichts anderes vereinbart ist bei 

jedem Rundgang Kontrollen der in Wachrevieren zusammengefassten Wachobjekte zu möglichst unregelmäßigen Zeiten vorgenommen. 
b.) Der Separatwachdienst erfolgt in der Regel durch eine(n) oder mehrere Wachmann/Wachmänner/-frau(en) oder Pförtner/innen, die eigens für ein bzw. 
wenige in einem räumlichen Zusammenhang stehende Objekte eingesetzt sind. Die einzl. Tätigkeiten werden in besonderen Dienstanweisungen festgelegt.
c.)  Zu den Sonderdiensten gehören z.B. Personenkontrollen, Personenbegleit- und Schutzdienste, Geld- und Wertdienste, Sicherungsposten der DB AG,

der Betrieb von Alarm- und Notrufzentralen  (Dienstleistungszentralen) sowie die Durchführung von Kassen-, Ordnungs- und Aufsichtsdiensten

für  Ausstellungen, Messen, Veranstaltungen und andere Dienste.

(1.2) Die gegenseitigen Verpflichtungen von Auftraggeber und Wach- und Sicherheitsunternehmen werden in besonderen Verträgen vereinbart.

(1.3) Das Wach- und Sicherheitsunternehmen erbringt seine Tätigkeit als Dienstleistung (keine Arbeitnehmerüberlassung gemäß Gesetz über gewerbsmäßige 

Arbeitnehmerüberlassung vom 7. August 1972, in der Fassung der  Bekanntmachung vom 3. Februar 1995, zuletzt geändert durch das Erste Gesetz für 
moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 23. Dezember 2002 (BGBI I, S. 4607), wobei es sich eigenes Personal als Erfüllungshilfen bedient.
Die Auswahl des beschäftigten Personals und das Weisungsrecht liegt – ausgenommen bei Gefahr im Verzug bei dem beauftragten Wach- und
Sicherheitsunternehmen.
(1.4) Es ist zur Erfüllung aller gesetzl., Behördl., Sozialrechtl. und berufsgenossenschaftl. Verpflichtungen gegenüber seinen Mitarbeitern allein verantwortlich.

(1.5) Alarm-, Notruf- und Interventionsdienstfahrten werden jeweils ab dem Alarmeigang beim Auftragnehmer bis zum Eintreffen der Interventionskraft
des Auftragsnehmers in dessen Zentrale berechnet. Die benötigte Zeit wird minutengenau erfasst und abgerechnet.


2. Begehungsvorschrift Im Einzelfall ist für die Ausführung des Dienstes allein die schriftliche Begehungsvorschrift / der Alarmplan maßgebend. Sie enthält den Anweisungen des Auf-traggebers entsprechend die näheren Bestimmungen über die Rundgänge, Kontrollen und die sonstigen Dienstverrichtungen, die vorgenommen werden 
müssen. Änderungen und Ergänzungen der Begehungsvorschrift / des Alarmplans bedürfen der schriftlichen Vereinbarung. Soweit unvorhersehbare Notstände
es erfordern, kann in Einzelfällen von vorgesehenen Kontrollen, Rundgängen und sonstigen Dienstverrichtungen Abstand genommen werden.


3. Schlüssel und Notfallanschriften

(3.1) Die für den Dienst erforderlichen Schlüssel sind vom Auftraggeber rechtzeitig und kostenlos zur Verfügung zu stellen.

(3.2) Für Schlüsselverluste und für vorsätzliche oder fahrlässig durch das Dienstpersonal herbeigeführte Schlüsselbeschädigungen haftet der Unternehmer

im Rahmen der Ziffer 10. Der Auftraggeber gibt dem Unternehmer die Anschriften bekannt, die bei einer Gefährdung des Objektes auch Nachts telefonisch

benachrichtigt werden können. Anschriftenänderungen müssen dem Unternehmer umgehend mitgeteilt werden. In den Fällen, in denen der Unternehmer 
über aufgeschaltete Alarmanlagen die Alarmverfolgung durchzuführen hat, ist vom Auftraggeber die Benachrichtigungsreihenfolge anzuordnen.

4. Beanstandungen 

(4.1) Beanstandungen jeder Art, die sich auf die Ausführung des Dienstes oder sonstige Unregelmäßigkeiten beziehen, sind unverzüglich nach Feststellung

schriftlich der Betriebsleitung des Unternehmens zwecks Abhilfe mitzuteilen. Bei nicht rechtzeitiger Mitteilung können Rechte aus solchen Beanstandungen 

nicht geltend gemacht werden.

(4.2) Wiederholte und grobe Verstöße in der Ausführung des Dienstes berechtigen nur dann zur fristlosen Kündigung des  Vertrages, wenn der Unternehmer 

nach schriftlicher Benachrichtigung nicht in angemessener Frist – spätestens innerhalb von sieben Werktagen für Abhilfe sorgt.


5. Auftragsdauer

Der Vertrag/Auftrag läuft, soweit nichts Abweichendes vertraglich vereinbart ist, 24 Monate. Wird er nicht drei Monate vor Ablauf der Erstlaufzeit gekündigt,

so verlängert sich der Vertrag jeweils um ein weiteres Jahr, und danach wieder um ein weiteres Jahr, usw.


6. Ausführung durch andere Unternehmer

Der Unternehmer ist berechtigt, sich zur Erfüllung seiner Verpflichtungen dritter Unternehmer zu bedienen.


7. Unterbrechung der Bewachung

(7.1) Im Kriegs- oder Streikfalle, bei Unruhen und anderen Fällen höherer Gewalt kann der Unternehmer den Dienst, soweit dessen Ausführung unmöglich
wird, unterbrechen oder zweckentsprechend umstellen.

(7.2) Im Falle der Unterbrechung ist der Unternehmer verpflichtet, das Entgelt entsprechend den etwa ersparten Löhnen für die Zeit der Unterbrechung 
zu ermässigen.

8. Vorzeitige Vertragsauflösung 

(8.1) Bei Umzug des Auftraggebers sowie bei Verkauf oder sonstiger Aufgabe des Vertragsobjektes oder gegenstandes  kann der Auftraggeber 
das Vertragsverhältnis mit einer Frist von einem Monat kündigen.
(8.2) Gibt der Unternehmer das Revier oder Vertriebsgebiet auf, so ist er ebenfalls zu einer vorzeitigen Lösung des  Vertrages unter Einhaltung einer 
Kündigungsfrist von einem Monat berechtigt.

9. Rechtsnachfolge

Bei Tod des Auftraggebers tritt der Rechtsnachfolger in den Vertrag ein, es sei denn, dass der Gegenstand des Vertrages hauptsächlich auf persönliche 
Belange, insbesondere den Schutz der Person des Auftraggebers, abgestellt war. Durch Tod, sonstige Rechtsnachfolge oder Rechtsveränderung 
des Unternehmers wird der Vertrag nicht berührt.

10. Haftung und Haftungsbegrenzung

(10.1) Die Haftung des Unternehmers für Sach-und Vermögensschäden, die von ihm selbst, seinen gesetzlichen Vertretern oder seinen Erfüllungshilfen

schuldhaft verursacht werden, ist auf die in Abs. (3) genannten Höchstsummen  beschränkt, wenn der Schaden nicht durch Vorsatz oder grobe

Fahrlässigkeit des Unternehmers selbst, seiner  gesetzlichen Vertreter oder seiner Erfüllungshilfen oder durch schuldhafte Verletzung wesentlicher Vertragspflichten verursacht worden ist.

(10.2) In jedem Fall leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung des Unternehmers auf den bei vergleichbaren Geschäften dieser Art typischen und vorhersehbaren Schaden beschränkt.

(10.3) Die in Absatz (10.1) genannten Höchstgrenzen betragen:   
a.)   3.000.000,00 € für Personenschäden   

b.)   3.000.000,00 € für Sachschäden 

c.)     100.000,00 € für das Abhandenkommen bewachter Sachen   

d.)     100.000,00 € für reine Vermögensschäden 
(10.4) Ansprüche auf Ersatz von Sach- und Vermögensschäden direkt gegen die Mitarbeiter sind ausgeschlossen, sofern diese den Schaden nicht vorsätzlich
oder grob fahrlässig oder durch Verletzung wesentlicher Vertragspflichten herbeigeführt haben. In jedem Fall fahrlässiger Schadensverursachung ist die 

Haftung der Mitarbeiter auf den bei vergleichbaren Geschäften typischen und vorhersehbaren Schaden beschränkt.

(10.5) Gemäß § 6 Bewachungsverordnung besteht eine Haftpflichtversicherung des Unternehmers. Dem Versicherungsvertrag liegen die Allgemeine 
Haftpflichtversicherungsbedingungen (AHB) und die Bedingungen für die Haftpflichtversicherung von Bewachungsunternehmen uneingeschränkt zu Grunde.

Von diesem Versicherungsschutz ausgeschlossen sind insbesondere Schäden, die mit der eigentlichen Sicherheitsdienstleistung nicht in Zusammenhang

stehen, wie die Übernahme der Streupflicht bei Glatteis, bei Bedienung von Sonnenschutzeinrichtungen oder bei der Bedienung und Betreuung von Maschinen,Kesseln, Heizvorrichtungen, elektrischen oder ähnlichen Anlagen (gleich zu welchem Zweck).


11. Geltendmachung von Haftpflichtansprüchen

(11.1) Schadensersatzansprüche müssen innerhalb einer Frist von einer Woche, nachdem der Anspruchsberechtigte seine gesetzlichen Vertreter oder

Erfüllungshilfen von dem schädigenden Ereignis Kenntnis erlangt haben, gegenüber dem Unternehmen schriftlich geltend gemacht werden. Kann innerhalb

dieser Frist die Höhe des Schadens noch nicht bestimmt werden, so ist es ausreichend, aber auch erforderlich, dass der Schaden dem Grunde nach schriftlich

geltend gemacht wird. Schadensansprüche, die nicht innerhalb dieser Frist geltend gemacht werden, sind ausgeschlossen.

(11.2)  Der Auftraggeber ist ferner verpflichtet, dem Unternehmer unverzüglich Gelegenheit zu geben, alle erforderlichen Feststellungen zur

Schadensverursachung, Schadensverlauf und Schadenshöhe selbst oder durch Beauftragte zu treffen. Schadensaufwendungen, die dadurch entstehen,

dass der Auftraggeber seinen vorstehenden Verpflichtungen nicht oder nicht unverzüglich nachkommt, gehen zu seinen Lasten.
 

12. Haftpflichtversicherung und Nachweis

Der Unternehmer ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung im Rahmen der übernommenen Haftung, deren Grenzen sich aus Ziffer 10 ergeben,

abzuschließen. Der Auftraggeber kann den Nachweis über den Abschluss einer solchen Versicherung verlangen. Diese Höhen der Versicherungssummen 

sind festgelegt in der Verordnung über das Bewachungsgewerbe in der Fassung vom 01. Dezember 2016 ( BGBI I S.2692).


13. Zahlung des Entgelts

(13.1) Das Entgelt für den Vertrag ist, soweit nicht anders vereinbart, monatlich in Voraus zu zahlen. (13.2) Objektvorhaltepauschalen sind je Objekt und Monat im Voraus zu entrichten. Hierbei ist die Menge der einzelnen Objekte am Tag der Beauftragung 

Maßgeblich.

(13.3) Aufrechnung und Zurückbehaltung des Entgelts sind nicht zulässig, es sei denn im Falle einer unbestrittenen oder rechtkräftigen festgestellten 
Forderung.

(13.4) Bei Zahlungsverzug trotz Mahnung ruht die Leistungsverpflichtung des Unternehmers nebst seiner Haftung, ohne das der Auftraggeber

von der Zahlung für die Vertragszeit überhaupt entbunden ist. Im Übrigen gilt § 286 Abs. 3 BGB. 

(13.5) Für jede Mahnung hat der Schuldner 5,00 € Bearbeitungsgebühr an den Rechnungssteller zu entrichten.

(13.6) Der säumige Betrag wird an der 3.Mahnung mit mind. 3 % über dem Basisdiskontsatz der Bundesbank verzinst.


14. Preisänderung

Im Falle der Vertragsänderung/Neueinführung von gesetzlichen Steuern, Abgaben, Versicherungsprämien, Kfz-Betriebskosten, Lohnkosten und

Lohnnebenkosten, insbesondere durch den Abschluss neuer Lohn-, Mantel-  oder sonstiger Tarifverträge, ist das Entgelt um den Betrag 

in gleicher Weise zu verändern, um den sich durch die  Veränderung der Lohnkosten, Lohnnebenkosten und sonstigen o.g. Kosten der Stunden-verrechnungssatz für die Ausführung des Auftrages geändert hat, zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Steuern und Abgaben.

Ausreichend für die Geltendmachung veränderter Lohnkosten ist der einfache Nachweis gem. der Sicherheitsdienstleistungsarbeitsbedingungenverordnung -SicherheitArbbV.

15. Vertragsbeginn, Vertragsänderungen

(15.1) Der Vertrag ist für den Unternehmer von dem Zeitpunkt an verbindlich, zu dem dem Auftraggeber die schriftliche Auftragsbestätigung zugeht.

(15.2) Nebenabreden, Änderungen, Ergänzungen oder Einschränkungen des Vertrags bedürfen der Schriftform.


16. Abwerbungsverbot und Vertragsstrafe

(16.1) Dem Auftraggeber ist es nicht gestattet, Mitarbeiter des Unternehmens zur Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses und zur Begründung eines 
neuen Dienst- oder Arbeitsverhältnisses als selbstständige oder unselbstständige (auch Minijob und geringfügige Beschäftigungen) Mitarbeiter 

des Auftraggebers zu veranlassen. Diese Bestimmung gilt auch noch zwölf Monate nach Beendigung des Vertrages.

(16.2) Verstößt der Auftraggeber schuldhaft gegen die Bestimmung des Absatz (16.1), so ist er verpflichtet, die sechsfache Monatsgebühr als Vertragsstrafe

zu zahlen. Bei Abrufbeauftragungen ohne festen Monatsumsatz beträgt die Vertragsstrafe pauschal 50.000,00 € je Einzelfall.


17. Datenschutz 

(17.1) Für den Datenschutz gelten die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), vor allem die §§27ff. BDSG  für nicht-öffentliche Stellen
in seiner jeweils gültigen Fassung.

(17.2) Insbesondere gilt § 5 BDSG ( Datengeheimnis ). 

(17.3) Bei Nichteinhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen finden die Haftungsregelungen der Ziffer  10. Anwendung. 


18. Gerichtsstand und Erfüllungsort

Ist der Auftraggeber Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder handelt es sich um öffentlich-rechtliches Sondervermögen,
so ist Erfüllungsort und Gerichtsstand der Sitz der Betriebsleitung des Unternehmens. Diese Gerichtsstandvereinbarung gilt ausdrücklich

auch für den Fall, dass; 

a.) Die im Klageweg in Anspruch zu nehmende Partei nach Vertragsabschluss ihren  Sitz, Wohnort und/oder gewöhnlichen Aufenthaltsort verlegt; 

B.) Ansprüche aus dem Vertragsverhältnis im Wege des Mahnverfahrens geltend gemacht werden.


19. Schlussbestimmung 

Falls einzelne Bestimmungen dieses Vertrages rechtsunwirksam sein sollten, so sollen sie so umgedeutet werden,  das der mit der ungültigen Bestimmung verbundene wirtschaftliche Zweck erreicht wird. Die Gültigkeit aller übrigen  Bestimmungen wird dadurch nicht berührt. 

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